Ich habe gerade überlegt, zu welchem Thema ich wieder mal einen Blog-Beitrag schreiben könnte in Richtung Fokus und da kam mir der Satz in den Sinn „Wo denkst Du hin?“

Kennst Du diesen Satz? Ich kenne ihn aus meiner Kindheit, da fiel dieser Satz öfer mal im Zusammenhang mit neuen Wegen beschreiten, evtl. mal etwas anderes versuchen und da hieß es öfter mal „Oh nein, das geht nicht, wo denkst Du hin?“

Und das fand ich spannend – denn – wo denkst Du denn hin?

Was denkst Du so den ganzen Tag? 

Hast Du Deine Gedanken schon mal verfolgt? Sind es vorwiegend schwere Gedanken, düstere, schreckensgeplagte…?

Oder lässt Du der Freude, dem Spaß, der Leichtigkeit Raum?

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Das ist ein physikalisches Gesetz. Es ist belegbar und wenn Du mal ganz bewertungsfrei und neutral Dein Leben betrachtest, wie ist es verlaufen?

Ganz anders als Du gedacht hast?

Wirklich?

Ist es nicht vielmehr so, dass Du unbewusst Deine Aufmerksamkeit doch mehr auf die Worst-case-Szenarien gerichtet hast als auf Deine Traumwelt? Schließlich sind Träume Schäume…

Ist es nicht so?

Als ich endlich mit meiner großen Liebe wieder zusammenkam und wir gemeinsam ein Kind bekamen, war ich happy – doch ich konnte es nicht wirklich genießen, weil ich unbewusst immer die düsteren Gedanken nährte, dass es bestimmt nicht lange gut laufen würde, weil ich es doch nicht verdient habe. Diese Dinge laufen alle unbewusst ab und im Nachgang betrachtet, weiß ich das. Doch zum damaligen Zeitpunkt war mir das nicht bewusst. 

Auch dass mein Mann immer sagte „Ich werde sowieso nicht alt“, habe ich immer verdrängt, weil ich es nicht hören wollte. 

Bis kurz vor seiner Krebsdiagnose – ich weiß es noch genau – es ist fast auf den Tag genau 7 Jahre her, sein Geburtstag – er sagte wieder mal „Ich werde sowieso nicht alt“ und ich wurde wütend und fragte, wie er darauf komme. Er wüsste es auch nicht, es wär halt so – 2 Wochen später erhielt er die Diagnose und Ende November des selben Jahres war er tot. 

Das ist jetzt ein recht schwerwiegender Verlauf, ich weiß – doch warum erzähle ich das?

Weil das Leben so schnell vorbei sein kann und es um jeden einzelnen Tag schade ist, den wir nicht aus vollstem Herzen und voller Freude leben. 

Natürlich gibt es Situationen, die uns Angst machen, traurig, wütend etc… das gehört dazu – wenn es das nicht gäbe, wäre es auch öde – wenn es zu gut läuft, suchen wir uns unbewusst Herausforderungen, weil es in der Natur des Menschen liegt, zu wachsen. Deshalb sind wir schließlich hier. Doch es ist immer an Dir, die Wahl für Dich und Dein Leben zu treffen oder dagegen. 

Frag Dich „Was kann ich mir jetzt gerade im Moment Gutes tun?“

Und das müssen nicht riesige Dinge sein – NEIN – die kleinen Dinge – eine Tasse Tee, einen Spaziergang, ein Nickerchen, eine Massage, ein heißes Bad…. und das auch zu genießen – nicht nebenbei – schnell schnell, weil schon das nächste ansteht. 

Genießen erlaubt – JETZT – so lange es halt dauert und danach erledigst Du die Dinge, die anstehen in einer völlig anderen Energie – entspannter, leichter, freudvoller – die Anspannung ist weg – welcher Genuss ist das denn?!

Dein Leben – Deine Wahl. Wähle weise…