Ich kann mich noch ganz genau an eine Situation erinnern, einen Tag, nachdem mein Mann gestorben ist.

Ich stand mit Bekannten auf dem Stadtplatz und um mich herum waren die Menschen sehr geschäftig, lachten und unterhielten sich – wie es halt ist im “normalen” Leben – ich war wie erstarrt – ich begriff nicht, wie alle so tun konnten, als wäre nichts passiert, wo doch mein Leben in Scherben lag – nichts war mehr in Ordnung in meinem Leben und die interessiert das alle gar nicht – ich war fassungslos und fühlte mich wie in einer Seifenblase!

Und doch gehört es zum Leben dazu … für den einen bricht in dem Moment die Welt zusammen und für den Rest der Welt läuft alles weiter wie gehabt. Das ist der Lauf der Dinge. Darüber macht man sich im alltäglichen Leben nicht sehr viele Gedanken. Würde auch keinen Sinn machen, im Gegenteil, wir würden total irre werden, wenn wir uns täglich damit auseinandersetzen müssten. Es reicht ja schon, mit wie vielen Geschichten wir über die Medien konfrontiert werden. Das macht ja schon sehr viel mit uns – leider unbewusst – es schürt viele Ängste und hält uns gefangen. Meist sehen wir uns die Nachrichten vor dem Schlafengehen an und dann „geistern“ diese Bilder durch unseren Schlaf und morgens wundern wir uns, warum wir so gerädert sind. Es „passieren“ so viele Dinge um uns herum, die uns unbewusst beeinflussen, dass es unerlässlich ist für das eigene Wohlbefinden, diese Informationsquellen einmal genauer zu beleuchten und mal ein paar Versuche zu unternehmen und auszuprobieren, wie es uns davor und danach geht. Auf diese Art können wir uns schon sehr viel Gutes tun!