Ich weiß noch, dass unser Sohn während der Krankheit seines Vaters manchmal traurig war und den Papa immer wieder gefragt hat, wann er ihn denn wieder tragen könnte! Er war 3 Jahre alt und sein Papa hat immer geantwortet “Bald!” – dazu kam es leider nicht mehr! Als mein Mann starb, wollte ich mit unserem Sohn nochmal ins Krankenhaus und ihm seinen toten Vater zeigen – das war eigentlich meine Intuition. Ich habe mich dann von der empörten Reaktion der Familie meines Mannes davon abhalten lassen – später habe ich gelernt, dass es für Kinder sehr wichtig ist, den Verstorbenen zu sehen – so können sie das Ganze besser realisieren.

Kinder wollen ganz pragmatisch wissen, was passiert ist – was mit dem Körper passiert, wenn jemand tot ist und wo er dann hinkommt!

Sie weinen ganz spontan, sehr laut und intensiv – und gehen danach wieder zum Spielen! Je älter sie sind, desto schwerer tun sie sich damit, wie wir Erwachsenen auch. Wir versuchen, unsere Gefühle zu verdrängen – wir wollen das alles nicht haben und schieben sie beiseite – um dann nach einiger Zeit beinahe schwallartig mit ihnen konfrontiert zu werden – was die Situation nicht leichter macht!