Kennst du diesen Satz?

Als Kind und auch später als Jugendliche oder junge Erwachsene habe ich diesen Satz öfter zu hören bekommen.

Wer glaubst denn du, dass du bist?

Damals habe ich ihn sehr kritisch aufgenommen, war wohl auch so gemeint.
Aus heutiger Sicht betrachtet, finde ich diesen Satz eigentlich genial, weil das eine wichtige Frage ist für unser Leben.

Wer glaubst du denn zu sein?

Das ist entscheidend für deinen Werdegang.
Wenn ich glaube, ein Looser zu sein (dieses Wort verwenden sie auch schon in der Grundschule, ohne wirklich zu wissen, was es bedeutet), dann wird sich das auch so durch mein Leben ziehen, ich werde mir solche Erfahrungen reinholen.

Weil alles, worum wir bitten, wird uns gegeben…

Steht schon so in der Bibel, oder?

Und obwohl wir größtenteils so gläubig sind, glauben wir nur das, was uns vorgebetet wird.

Und das ist meist nichts Konstruktives, das sind Auslegungen der Kirche, die leider sehr oft manipulativ sind.

„Wenn du das und das nicht tust, kommst du in die Hölle“.

Diese Drohungen gibt es heute auch noch, genau so wie die Ängste.

Auch hört man oft
„Warum hat Gott uns so gestraft“…

Ich glaube, dass Gott uns nicht bestraft – das machen wir schon selbst

– unbewusst –

dennoch ziehen wir uns so viele „Leidensgeschichten“ in unser Leben, weil wir überzeugt sind, dass ein guter Mensch viel leiden muss.

Gut gehts nur den anderen, den Bösen, den Großkopfaden, den Heiden.

Das ist aber so in der Bibel nicht nachzulesen.

Im Gegenteil:
Dort steht

„Es geschehe nach eurem Glauben“ –

genau da wären wir wieder am Anfang:

„Was glaubst du denn, wer du bist?“

Sehr lohnenswert, mal drüber nachzudenken.