Durch meine wiederholten eigenen Erfahrungen im Umgang mit dem Tod eines Lieblingsmenschen weiß ich jetzt, dass es meine Berufung ist, Menschen dabei zu begleiten und zu unterstützen, ihren Trauerschmerz zu verarbeiten und trotzdem auch erfüllt und freudvoll zu leben!

 

Nach dem Tod meines Papas konnte ich in den ersten Wochen nicht weinen. Es war im ersten Moment eine Erleichterung für uns alle, dass er von seinem Leiden erlöst war. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, als eine Nachbarin meinte, sie würde Tag und Nacht weinen, wenn ihr Vater gestorben wäre. Ich konnte nicht weinen – ich wusste ja auch nicht warum… erst einige Zeit später, nachdem mir bewusst wurde, dass mein Papa nie mehr wieder kommt – erst da brachen meine Tränen aus mir heraus. Ich habe mir damals keine Hilfe geholt – hatte zwar im Nachgang unterschiedliche körperliche Zipperlein, die ich jedoch nicht auf diesen Schmerz zurückführte. Nach dem Tod meines Mannes wurde mir erst bewusst, dass ich den Tod meines Vaters bis dato nicht aufgearbeitet hatte. 

Nach der Erkrankung und dem Tod meines Mannes stand ich plötzlich da mit unserem 4jährigen Sohn, 15 Mitarbeitern und keinem Plan, wie es jetzt weitergehen soll. Es war, als würde es mir den Boden unter den Füßen wegziehen. Ich konnte es mir aber nicht leisten, auszufallen. Für den Kleinen sollte es so normal wie möglich weiterlaufen, die Firma musste weiterlaufen, die Mitarbeiter wollten wissen, wie es weitergeht. Da blieb nicht sehr viel Zeit für mich. Ich hatte mir unterschiedliche Hilfen geholt, körperlich und psychisch, um nicht komplett wegzubrechen. Dennoch hat es sehr lange gedauert, bis ich es wirklich vom Herzen her auch annehmen konnte, was passiert war. Das war mir allerdings nicht bewusst.

 

Ich habe mich schon als Teenager sehr für die menschliche Psyche interessiert und schon immer gerne hinter die Fassaden geblickt. Was mir manchmal auch Schwierigkeiten bescherte, weil das vielen so gar nicht gefällt!

Nach der Schule machte ich eine Ausbildung zur Arzthelferin und war in diesem Beruf mehr als 20 Jahre tätig. Mit Ende 30 dachte ich mir, das kann noch nicht alles gewesen sein und ich machte eine Ausbildung zur Pharmareferentin. Ich war danach 2 Jahre im Aussendienst für eine naturheilkundliche Firma tätig, das machte Riesenspaß und ich lernte viele tolle Menschen kennen. Mit Anfang 40 lief ich meinem späteren Mann wieder über den Weg, der mir viele Jahre zuvor sehr weh getan hat und mit dem ich eigentlich nichts mehr zu tun haben wollte. Das Universum hatte wohl einen anderen Plan mit uns.

Ehe ich mich versah, war ich schwanger (und das, obwohl der Frauenarzt mir Jahre zuvor gesagt hatte, ohne Behandlung würde das gar nicht gehen!) – nun – jetzt war es so und wir freuten uns beide sehr!

Uns wurde ein gesunder Junge geschenkt und als der Kleine gut 3 Jahre alt war, bekam mein Mann die Diagnose Krebs.

Während meiner Elternzeit machte ich die Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie und die Ausbildung zur Gestalt-Therapeutin.

Ich machte die Büroarbeit für die Firmen meines Mannes und kümmerte mich um den Kleinen.

3 Tage nach dem 4. Geburtstag unseres Sohnes starb mein Mann und ich stand plötzlich da mit der Firma, 15 Mitarbeitern und ohne Plan.

In dieser Zeit hat mir die Ausbildung zur Gestalttherapeutin sehr geholfen und auch die Ausbildung zur Trauerbegleiterin für Kinder war mir sehr hilfreich. Ich wollte unbedingt vermeiden, dass mir in der Pubertät meines Sohnes seine Trauer „um die Ohren“ fliegt!

 

Was würdest du sagen, wenn ich dir die 7 Schlüssel an die Hand gebe, mit denen du in der Lage bist, deinen Gefühlen Raum zu geben und so dein Leben befreit, erfüllt und freudvoll zu gestalten?

 

Jeder endgültige Verlust schmerzt unsagbar und doch gehört er zum Leben dazu – auch wenn es zu früh, zu ungerecht erscheint!

 

Ich funktionierte irgendwie – musste ja weitergehen – half ja alles nichts!

Es war sehr gut, dass ich zur damaligen Zeit auch meine Ausbildung zur Gestalttherapeutin angefangen hatte, dadurch konnte ich vieles auch da aufarbeiten. Dennoch war es ein langer Weg und es überkommt mich auch heute noch immer wieder die Traurigkeit, mal mehr, mal weniger.

Ich weiß mittlerweile sehr gut, wie ich schnell, effektiv und für mich schonend damit umgehen kann, ohne dass es sich in meinem Körper manifestiert und „Spätschäden“ anrichtet.

 

 

Mein Name ist Bianka Riedl-Weiß, nach vielen Ausbildungsberufen im Gesundheitswesen bin ich jetzt in erster Linie Zuversichtlerin (Vermittlerin zwischen Trost, Mut und Zuversicht). 

Seit Ende 2014 verwitwet und alleinerziehende Mama eines tollen Sohnes.