Wenn uns der Tod eines Herzensmenschen trifft – vorbereitet oder unvorbereitet ist egal – dann stehen wir förmlich vor einem Trümmerhaufen. Nichts ist mehr so, wie es war. Wie soll es denn jetzt weitergehen? Es kommt Gefühle unterschiedlichster Art und Weise hoch – Angst, Wut, Verzweiflung, Ohnmacht…wir können nichts mehr einsortieren, wir funktionieren, wie ferngesteuert. Manchmal verzweifeln wir total, sind ständig im Drama, welches unglaublich viel Kraft kostet und können dann schließlich gar nichts mehr tun – manchmal sind wir wie ein Duracell-Hase, der ständig in Bewegung ist, nur weg vom Schmerz – nichts fühlen wollen.

Ob zu viel oder zu wenig – existenziell wichtig für unser Leben, vor allem unsere Gesundheit ist das Zulassen der Gefühle – das Fließen lassen.

Leider haben wir im Laufe unseres Lebens häufig verlernt, unseren Gefühlen Raum zu geben. Als Kleinkind ist es völlig in Ordnung, wir dürfen brüllen wie am Spieß, wenn wir uns verletzt haben, bockig sind, müde, wie auch immer – alles in Ordnung, wird von der Gesellschaft „überwiegend“ anstandslos toleriert.

Diese Phase dauert leider nicht sehr lange an – spätestens in der Schule „weht ein anderer Wind“. Wir dürfen unseren Gefühlen nicht mehr freien Lauf lassen. Da heisst es dann: „Stell` dich nicht so an. Brüll´ doch nicht so rum. Was sollen denn die Leute denken…“ usw.

Im Laufe des Heranwachsens wird es für uns zur Regel, dass wir unsere Gefühle verdrängen, unterdrücken, es schickt sich nicht…und – was noch schlimmer ist – wir verschließen sehr oft unser Herz, weil wir uns so, wie wir sind, nicht okay finden – diese Vorgänge passieren allerdings unbewusst.

Und so passiert es, dass wir im Laufe unseres Lebens sehr viele Gefühle ungefühlt irgendwo parken – was sich irgendwann – bei manchen früher, bei manchen später – je nach Intensität der Gefühle – körperlich bemerkbar macht in Form von Erkrankungen – Depressionen, Rückenbeschwerden, Panikattacken u. v. m. – auch die Holy 7 – sind schulmedizinisch nicht erklärbare Erkrankungen, deshalb sind sie als psychosomatisch eingestuft – dazu zählen

Es handelte sich bei diesen sieben Krankheiten um:

  1. Ulcus ventriculi(Magengeschwür) und Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
  2. Asthma bronchiale(Bronchialasthma)
  3. Rheumatoide Arthritis(Chronische Polyarthritis)
  4. Neurodermitis(Hauterkrankung)
  5. Essentielle Hypertonie(Bluthochdruck)
  6. Hyperthyreose(Schilddrüsenüberfunktion)
  7. Colitis ulcerosaMorbus Crohn(chronisch-entzündliche Darmerkrankungen)[3]

Von einigen Autoren wird auch die Migräne zu den Holy Seven der Psychosomatosen gezählt.

Dazu möchte ich eine kurze Alltagsgeschichte erzählen:

Meine Mutter (80 Jahre alt) meinte vor kurzem „Jetzt habe ich 4 Staubsauger und keiner funktioniert“ – ich habe mir dann einen davon angesehen, ein AEG-Staubsauger – also ein Markengerät – beutellos – als ich den Staubbehälter ausbaute, sah ich, dass er „übervoll“ war. Mehr ging beim besten Willen nicht hinein. Nachdem ich ihn geleert habe, funktionierte er wieder einwandfrei.

 

Genau so verhält es sich mit unserem Körper. Im Laufe unseres Lebens parken wir unheimlich viele ungefühlte Gefühle irgendwo – der Körper ist unser emotionaler Speicher – und wenn dieser Körper „übervoll“ ist – dann funktioniert er nicht mehr – auch wenn er wollte, es geht einfach nicht – wie das beste Markengerät – rien ne va plus – nichts geht mehr!

Deshalb ist es unendlich wichtig, diesen Speicher immer wieder zu leeren – Gefühle wollen gefühlt werden! Nicht mehr – aber eben auch nicht weniger! Und wenn wir das nicht tun, weil es gerade nicht in unser Leben passt oder wir so viel Angst haben, es nicht auszuhalten und sie deshalb verdrängen – dann suchen sie sich einen Parkplatz, so nach dem Motto „Na gut, dann wart ich halt mal ab“ und im Laufe des Lebens gesellen sich noch mehrere Gefühle hinzu und irgendwann wird es unglaublich eng auf diesem Parkplatz….hm…

 

Wenn jetzt noch ein massiver Schmerz hinzukommt, wie der Trauerschmerz – na dann Gute Nacht!

 

Deshalb meine Bitte – es geht um euer Leben – gebt mehr auf euch acht und achtet eure Gefühle – fühlt sie – lasst sie fließen – keine Angst – es ist nie mehr da, als wir in dem Moment aushalten können – darauf dürfen wir wirklich vertrauen! Ehrlich!

Bereits wenn ihr einige wenige Male die Erfahrung gemacht habt, dass es wirklich nicht so schlimm ist wie erwartet und dass es danach sehr schnell viel leichter wird, dann gebt ihr ihnen Raum, sobald sie sich zeigen und euer Parkplatz ist nie mehr überfüllt.

 

Wenn du damit in Resonanz gehst, dich angesprochen fühlst – dann vereinbare doch einfach einen unverbindlichen Telefontermin zum Schnuppergespräch. Ich freu mich auf dich!