Trauer und Lebensfreude – zwei Begrifflichkeiten, die in unserer Gesellschaft so gar nicht zusammengehen.

Trauer ist gleichbedeutend mit

„am Boden zerstört“

„es kann nie mehr gut werden“

„ich werde nie mehr glücklich werden“

usw.

Freude gibt es in schweren Zeiten nicht.

Doch warum ist das so?

Jetzt kommt wieder Ostern – Auferstehung….

Ein Fest, das gefeiert wird. Doch was wird gefeiert?

Es ist nicht der Osterhase….Nein Nein.

Und wer war Jesus überhaupt?

Wusstest Du, dass Jesus uns unsere Schuld abgenommen hat?

Dass er sich für uns Menschen geopfert hat im Vertrauen auf Gott?

Und was machen wir?

Wir sind immer noch im Schuld-Sühne-Modus unterwegs!

Schuldzuweisungen, Schuldannahme…

Vor einigen Jahren kurz nach dem Tod meines Mannes war ich mit meiner Mutter in der Kirche bei der Erstkommunion meiner Nichte. Mir liefen die Tränen über das Gesicht und als wir das Vater unser beteten, wurde ich auf einmal hellhörig.

Ich dachte mir, was beten wir denn da eigentlich? Was ist das für ein bescheuerter Text? Ständig Schuld und Schuldigern und so ein Schmarrn…und ich sagte zu meiner Mutter „Zieh‘ Dir mal bewusst diesen Text rein…Manipulation vom Feinsten….“

Seither habe ich nie mehr das Vater unser gebetet.

Meine Gebete sind positive Sätze, lebensbejahende Sätze, wertschätzende Sätze….

Und genau so geht Leben. Und auch wenn etwas Schmerzhaftes passiert, wie z. B. der Tod eines Herzensmenschen – dürfen wir das Leben bejahen – uns wertschätzen, uns unseres Lebens freuen – weil wir gerade die Erfahrung gemacht haben, dass wir nicht ewig leben.

Und natürlich müssen wir den Schmerz über den Verlust zulassen – doch ohne zu leiden.

Ohne Schuld und Schuldigern…

Denn niemand ist schuld – nicht Gott, nicht das Leben – einzig und alleine der Widerstand gegen das, was gerade ist, lässt uns leiden – nichts sonst.

Darüber lohnt es sich doch nachzudenken.

Ich wünsche Dir ein gesegnetes Osterfest und eine freudvolle „Auferstehung“.