Es waren 2 Königskinder, die konnten zueinander nicht finden….

Wann hast Du Dir das letzte Mal ein Märchen angesehen?

Ich vor kurzem mit meinem Sohn und da wurde mir wieder einmal bewusst, wie prägend solche Geschichten für uns sind. 

Und die Essenz dieser Geschichten ist immer, dass es Gut und Böse gibt, dass zwar das Gute am Ende siegt, doch das Böse verjagt, verbannt usw. wird. 

Und so ist es 1:1 in unserer Realität zu erleben, weil wir es glauben, was in den Märchen zu sehen ist – leider meist nur das Böse. 

Wir glauben, dass es viel Böses gibt in der Welt, was nur darauf wartet, uns zu schaden. 

Wir glauben aber nicht, dass das Glück der Prinzessin auch für uns möglich ist. 

Wir glauben, dass wir als Volk keine Rechte haben bzw. nicht sehr viele – die Pflichten überwiegen in unserer Wahrnehmung, die Macht hat immer der König. 

Wir glauben oft, dass die wahre Liebe dramatisch enden wird, das große Glück haben wir doch nicht verdient. 

Wir glauben, dass unser Leben bestimmt ist von Pflichterfüllung, Schwere, Lasten mit gelegentlichen Highlights wie Urlaub, Festen o.ä.

Doch ist das wahr?

Ist das wirklich wirklich wahr?

Was glaubst Du denn, wer Du bist?

Aschenputtel, der Knecht, die Magd…

Das ist gar nicht so weit hergeholt. Als ich vor 20 Jahren mit einem Burn out in der Klinik war, war ein Teil Therapie die Märchentherapie und mit wem konnte ich mich identifizieren? Mit dem Knecht. 

Und genau so gestaltete ich mein Leben – logisch. 

Der Glaube versetzt Berge!

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. 

Wir glauben, dass uns das weniger Schöne zusteht, dass wir nicht zu viel verlangen dürfen, uns lieber mit weniger zufrieden geben, um nicht enttäuscht zu werden. Wir glauben, dass das Leben kein Zuckerschlecken ist usw. 

Und genau dementsprechend gestalten wir unser Leben – unbewusst. 

Wie geht es Dir bei dem Gedanken, König oder Königin zu sein? Wobei die Männer sich noch eher mit der Rolle es Königs identifizieren können. 

Spür‘ mal rein. Was macht das mit dir?

Macht es Dir Angst? Fühlst Du Dich größer? Spürst Du, wie Du Dich aufrichtest?

Geh‘ dem ruhig mal nach und wenn Du merkst, dass Widerstände auftauchen, lass sie da sein – schreib sie dir auf, mach‘ sie Dir bewusst. Wo kommen Sie her? Sind es wirklich Deine? 

Wie hättest Du es denn gerne?

Schreib‘ Dir auch das auf – spinn‘ ruhig mal rum und fühle es mit jeder Faser Deines wunderbaren Körpers…

So einfach können schöne Märchen wahr werden.