Jeder von uns kennt die Situation, wenn du im Aussen angegriffen wirst, in Form von verbalen Beschimpfungen, Anzeigen, übler Nachrede, wie auch immer.

Irgendwann im Laufe unseres Lebens sind wir solchen Angriffen ausgesetzt – manchmal heftig, meist weniger heftig.

Manchmal nehmen wir es persönlich, manchmal auch nicht. 

Wir nehmen es häufig persönlich, wenn wir mit uns selbst nicht verbunden sind, wenn wir sehr damit beschäftigt sind, es im Aussen allen recht zu machen, zu gefallen.

Da kann uns ein Angriff im Aussen schnell aus der Bahn werfen. 

Nach dem Tod meines Mannes war ich solchen Angriffen sehr häufig ausgesetzt –

in einem heftigen Ausmaß, teilweise existenzbedrohlich und das in einer Zeit, in der ich sehr verletzt war, sehr dünnhäutig, ausser mir vor Angst, Wut und Verzweiflung.

Und in einem solchen Zustand, wenn wir ausser uns sind, überkommt uns ein Gefühl der Ohnmacht, der Hilflosigkeit, des Selbstzweifels.

Wir fragen uns, ob und ggf. was wir denn falsch gemacht haben.

Danach kommt die Frage nach dem Warum.

Warum macht der/die das?

Was ist der Grund?

Wir steigen völlig ein ins Drama. Ein Drama, das unglaublich viel Kraft kostet, die wir zu dem Zeitpunkt eigentlich gar nicht haben und ein Kreislauf beginnt, eine Abwärtsspirale.

Wir reagieren, wir kämpfen, wir verteidigen uns, wir machen und tun und es scheint nichts zu bringen.

Und wir fragen uns, wann das Ganze endlich ein Ende hat.

Es endet, wenn wir aufhören, mitzuspielen.

Es hat immer – wirklich immer – mit unserem Selbstwert, mit unserer Selbstliebe zu tun. So lange wir uns selbst nicht wertschätzen, bekommen wir von Aussen diese mangelnde Wertschätzung zu spüren.

Aber was heißt eigentlich Angriff?

Jemand versucht uns anzugreifen…

Was ist, wenn wir es nicht zulassen, uns greifen zu lassen.

Wenn wir uns nicht greifbar machen?

Es heißt oft, wenn du es so und so machst, dann bist du nicht angreifbar. 

Angreifbar sind wir immer, das liegt nicht in unserer Hand. Ob wir greifbar sind, das liegt jedoch sehr wohl in unserer Hand. 

Wenn wir tief atmen, innehalten und unsere Aufmerksamkeit auf unser Herz lenken und mal spüren, was es braucht.

Meist braucht es unsere Aufmerksamkeit, es schlägt für uns, permanent konsequent ohne unser Zutun und wir geben dem Außen so sehr viel Aufmerksamkeit.

Dingen und Menschen, die sich um uns und unser Wohl häufig wenig kümmern, deren Kosmos sich nur um sie selbst dreht.

Und denen schenken wir mehr Aufmerksamkeit und Gewicht als uns selbst?

Echt jetzt?

Macht das Sinn?

Wir haben immer die Wahl, wofür wir uns entscheiden.

Was wählst du?